Friede sei mit dir

Shownotes

Wenn ich die Heilige Messe besuche, gibt es jedesmal einen kleinen Stressmoment für mich; vielleicht kennt ihr das ja auch? Der Priester sagt: „Gebt einander ein Zeichen des Friedens" – und dann... zögert man. Händeschütteln? Nicken? Lächeln? Wie soll man sich den wildfremden Menschen um einen herum zuwenden? Dabei ist der sogenannte Friedensgruß eine kleine, aber bedeutungsvolle Geste.

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00:00:00: Laufst du das wirklich?

00:00:02: Gedanken über Gott und die Welt mit Thomas Philipp Reiter.

00:00:08: Wenn ich die heilige Messe besuche, gibt es jedes Mal einen kleinen Stressmoment für mich.

00:00:13: Vielleicht kennt ihr das ja auch.

00:00:14: der Priester sagt gebt einander ein Zeichen des Friedens Und dann zögert man.

00:00:20: Händeschütteln nicken lächeln wie soll man sich den wildfremden Menschen um einen herum zuwenden?

00:00:28: Dabei ist der sogenannte Friedensgruß eine kleine, aber bedeutungsvolle Geste.

00:00:33: Die Corona-Pandemie hat vieles verändert – auch in der Kirche!

00:00:37: Der Friedensgroß, der vor Covid fast automatisch mit einem Händedruck verbunden war, ist seither ins Wanken geraden.

00:00:44: Manche sind zur alten Gewohnheit zurückgekehrt doch viele andere halten ihre Hände buddhistisch vor der Brust zusammen wie da.

00:00:50: andere beglügen sich mit einem schlichten Lächeln manche ignorieren ihre Banknachbarn auch einfach.

00:00:56: Jedenfalls gibt es zu diesem Zeichen, dass in der Regel von den Worten Friede sei mit dir begleitet wird – keine einheitliche Regelung.

00:01:04: Und das aus gutem

00:01:06: Grund.".

00:01:07: Das römische Messbuch sagt selbst in Nummer zweiundachtzig die Form des Friedenszeichens wird von den Bischofskonferenzen festgelegt entsprechend der Mentalität und dem Geplogenheiten des jeweiligen Volkes.

00:01:21: Es soll schlicht geschehen und nur an die Menschen in der unmittelbaren Nähe weitergegeben werden.

00:01:27: Dabei ist der Friedensgruß nicht einfach nur irgendein Hallo, er ist ein theologischer Akt!

00:01:33: Wir sind füreinander die Gegenwart des Auferstandenen Christus so wie er es zu seinen Aposteln sagte – Der Friede sei mit

00:01:42: Euch!".

00:01:43: Das ist ein hoher Anspruch und vielleicht genau deshalb stockt die Hand manchmal….

00:01:48: Mönche haben einen besonders schönen Weg gefunden, einander den Friedensgruß zukommen zu lassen.

00:01:54: Sie berühren sich gegenseitig an der Stirn eine Geste die sagt ich grüße dich nicht als Bekannten Ich grüse Christus in dir.

00:02:03: Das Messbuch erinnert auch daran dass der Friedengruß kein Automatismus ist.

00:02:08: Der Priester oder Diakon lädt dazu ein.

00:02:11: wenn es angebracht ist heißt sogar Es kann also auch wegfallen denn davor steht ein biblischer Anspruch Wenn du deine Gabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat – dann lass deine Gabe vor dem Altar.

00:02:26: Geh und versöhne Dich zuerst mit Deinem Bruder!

00:02:30: Matthäus Kapitel V fährst XXIII und XXIV.

00:02:36: Mit anderen Worten der Friedensgruß wirkte nur wenn wir selbst schon ein bisschen auferstanden sind.

00:02:42: Die Messe soll uns verwandeln Und erst aus dieser Verwandlung heraus können wir den Frieden Christi weitergeben.

00:02:50: Also, das nächste Mal wenn du in der Messe zögerst Hand nicken oder lächeln dann erinnere dich es geht nicht ums Protokoll.

00:02:59: Es geht darum wer du in diesem Moment bist.

00:03:02: Bist Du schon ein bisschen auferstanden?

00:03:04: Dann zeig es schlicht ehrlich und menschlich.

00:03:08: Laufst du das wirklich?

00:03:10: Gedanken über Gott und die Welt mit Thomas Philipp Reiter.

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